Mittwoch, 8. März 2017

#lovelife - von Schuldgefühlen im {Mamasein}


wie viele Frauen, viele Mütter, arbeite ich - außer Haus. neben Blog und Haushalt, habe ich also zwei sehr wichtig Aufgaben in meinem Leben: Nummer 1 die Kinder und Nummer 2 der Job. die Reihenfolge. Punkt. und trotzdem gibt es Momente und Situationen, in denen der Job plötzlich an Platz 1 rückt. die Termine drücken, die Arbeitszeit vorverlegt wird etc. dann kommt das schlechte Gewissen! sofort! dann muss ich Termine der Kinder verschieben oder sie in der Betreuung lassen, bis die Einrichtung schließt. dann sind sie die letzen Kinder, die an der Tür stehen und warten. 

nun könnte man sagen, dass das an der Anzahl der Kinder liegt. aber das stimmt nicht. ich hatte die gleichen Situationen schon, als ich "nur" ein Kind hatte. wie man es dreht und wendet. wir haben alle nur 24 Stunden und begrenzte Ressourcen. meine Kinder haben sich inzwischen daran gewohnt, dass manches hier einfach unrund läuft. und es gibt nur sehr selten die Situationen, in denen  wir alle so sehr überfordert sind, dass gar nichts mehr geht. da hilft dann auch nur noch durchatmen und ... nun ja... bis 10 zählen. aber das erwähnte ich ja bereits.

für mich ist das Arbeiten außer Haus super wichtig. die Definition als Frau über die Kinder hinaus war immer selbstverständlich. ich bin eine Frau, eine Mutter, eine Tochter und alles, was damit zusammenhängt. es ist schade, wenn wir als Frauen nur auf eine Rolle reduziert werden. Männer würden das niemals akzeptieren. brauchen sie auch nicht. denn unsere Gesellschaft applaudiert bei jedem Papa, der das Kind in die KiTa bringt, bei jedem Papa, der sich in der Schule engagiert. Applaudiert bei Papas, die einen Arztbesuch mit einem Kind wahrnehmen und nickt entzückt den Kopf, wenn der gleiche Papa das ganze noch in einem Anzug erledigt, weil er ja eigentlich ein Businessmann ist... es wird Zeit, dass wir Frauen uns mehr applaudieren. wir sorgen dafür, dass hier alles läuft, wir organisieren, wir lieben und leben, wir streiten für unsere Kinder, wir sorgen für ihre Zukunft, wir stellen einen Großteil unserer Träume zurück - bis die Kinder nicht mehr gestillt werden müssen, bis sie keine Hilfe mehr bei den Hausaufgaben brauchen, bis sie nicht Nachts um 3 Uhr aus der Disco abgeholt werden müssen, bis sie keine Betreuung für ihre Kinder brauchen, weil sie arbeiten gehen möchten.... 

Heute ist der 8. März! Heute ist internationaler Frauentag! heute ist unser Tag! heute applaudiere ich uns allen!

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