Donnerstag, 2. Februar 2017

#lovelife


das jüngste Kind stampft die Treppe herunter und ruft nach seinen Schwestern, einmal alle Namen durch ... und wenn keiner antwortet auch mich. Geschwister! sie sind so unendlich wichtig.
sie streiten sich tausendmal am Tag - wie neulich als die Kinder Klopapier Imprägnierungen mit Filzstift nachgezeichnet haben und der orangene Stift nur einmal da war....

und sie umarmen sich genauso oft, wenn sie Kummer haben, wenn jemand außerhalb der Sippe geärgert wird, dann rücken sie zusammen, überlegen Strategien, helfen, hören zu.

neulich haben mein Mann und ich in der Küche gestanden und dem Treiben zu gesehen. die beiden großen Töchter waren am Quatschen lauthals, lachten viel und gaben sich gegenseitig Stichwörter, um das Gespräch am Laufen zu halten. die beiden kleinen, die sich gegenüber sitzen, aßen gemeinsam, nahmen sich Kartoffeln weg und gaben sich welche zurück, lachten und giggelten und das 3. Kind in der Mitte sprang von einer Erzählinsel zur anderen. der Tisch war so lebhaft, dass wir zwei Erwachsenen uns nur ansahen und lächelten.

so sollte es sein, in unseren Träumen von vor den Kindern. laut, lebhaft, ein Tisch, an dem viele Kinder sitzen, schwatzen, streiten, miteinander leben. es war ein kurzer Blick in die Zukunft, wenn alle wieder bei uns sein werden, nachdem sie in ihre eigenen erwachsenen Leben gegangen sind. mein Mann und ich sind nur der Rahmen, aus dem unsere Kinder herauswachsen.

was uns bleiben wird, sind diese Erinnerungen an lebhafte Tischgespräche und kleine Kinder, die die Treppe herunter poltern und nach den Geschwistern rufen. jeder Moment mit ihnen ist ein Geschenk.
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