Mittwoch, 12. August 2015

Mittwoch #lovelife: Gabelschwund


Aus irgend einem Grund haben wir chronischen Besteckschwund. Es beginnt immer gleich. Ich kaufe neues Besteck. Nach zwei Wochen fehlen die ersten kleinen Löffel. Danach beginnt die Flucht der Gabeln und nur die Messer sind von einem permanenten Schwund verschont.

Scheinbar fühlen sich hier nur Messer wohl. Ich weiß ja nicht, was das über meinen Haushalt aussagt. Aber die kleinen Löffel tun mir manchmal schon beim Kauf leid, denn ich weiß, dass sie sich alsbald nach einer neuen Bleibe umsehen müssen. Nicht weil ich sie nicht hier haben möchte, sie sind einfach immer weg.

Noch seltsamer finde ich, dass ausschließlich das gute Besteck verschwindet. Die Dreizackgabeln, die mein Mann einst bei Ikea kaufte und die sich als der größte Besteckfehlkauf aller Zeiten herausstellte (weil die Abstände zwischen den Zacken einfach zu groß sind), blicken mich immer so sehnsuchtsvoll aus der Schublade an: bitte bitte... ich will auch mal auf den Tisch oder so.. Diese Gabeln sind jetzt neue Aufhänger an der Garderobe. (Ich bin nicht sicher, ob das die Karriere ist, die sie sich wünschen, aber was soll ich machen. Haken haben wir auch viel zu wenig)

Ich kann noch nicht mal die Spülmaschine verantwortlich machen für das ewige Verschwinden. So nach dem Motto, die Waschmaschine frisst Socken, die Spülmaschine die kleinen Löffel. Aber ich spüle ausschließlich per Hand. Nein. Ich denke, ich bin es einfach selber Schuld.

Jedes mal, wenn ich einen Kaffe trinke, brauche ich einen kleinen Löffel. Der steckt vollkommen sinnlos in meiner Tasse, nachdem ich Zucker und Milch umgerührt habe. Dann verkrümele ich mich in meine Lieblingsecken (Mehrzahl und oft rotierend), genieße meinen Kaffee, werde aufgeschreckt von einem Ruf und dann bleiben Tasse und Löffel irgendwo stehen.

Ich bräuchte also nur mal eine Runde durch all meine Ecken drehen und schon habe ich meine kleinen Löffel wieder! Erwähnte ich schon, dass ich die Kaffetrinkecken wechsele und dass ich manchmal vergesse, wo ich einen solchen Kaffee getrunken habe?? Und da fällt mir ein, wir haben auch viel zu wenige Tassen.... Nur wo die Gabeln sind, kann ich mir immer noch nicht erklären... weg - einfach weg! 

Kommentare:

  1. Nachdem ich im Urlaub ausschließlich per Hand gespült habe, bin ich ob deines kleinen Satzes vor Ehrfurcht erstarrt. ich lasse das zugegebenermaßen lieber die Maschine arbeiten. Beim Lesen deines Beitrags habe ich mir jetzt dein Zuhause als völlig verwinkeltes Wesen vorgestellt, das heimlich deine Tassen mitsamt Löffeln schluckt. Klingt sehr sympathisch. Ansonsten könnte ich dir mit Tassen aushelfen. Die habe ich en masse. Allerdings auch eher wenig Besteck. LG mila

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    1. wie schön: du bist wieder da!! :) mein Heim ist ein verwinkeltes Wesen :) mit Eigendynamik am Ende der Welt ... ich wünschte mir manchmal allerdings noch einen Geheimgang, den nur ich kenne.... :)
      sei sehr herzlich gegrüßt
      Denise

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  2. Warum es immer die kleinen Löffelchen sind, die auswandern müssen und die große weite Welt erforschen ist mir ein Rätsel, liebe Denise! Auch bei uns ist es so. Wahrscheinlich gibt es irgendwo einen wunderschönen Ort, wo sich alle kleinen Löffelchen treffen und ums Lagerfeuer tanzen. Dir einen lieben Gruß, Nicole

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    1. Ja genau das habe ich auch schon mal gedacht :) lass uns ihnen folgen !! :)

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  3. Habe gerade ein Löffelchen in meiner Jackentasche gefunden. Bringe es nachher mit ;)))

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    1. Wer bist du anonymer Spender :) habe Dank Dank!! :) :)

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