Donnerstag, 25. Juni 2015

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Kategorie heute: Bilderbuch

Wie ist das eigentlich mit dem Glück und dem Glücklichsein? Wann sind wir glücklich und wie sind wir glücklich und kann man Glück definieren, kann man lernen glücklich zu sein oder nicht... aber vor allem, können auch Kinder unglücklich sein?

Sicher können sie das. Wer hat gesagt, dass Kinder überlaufen vor Glück? Und während es tatsächliche Traurigkeit gibt, gibt es auch die Form des Unglücklichseins, die man landläufig mit gelangweilt oder übersättigt bezeichnet. Genau darum geht es bei der

Glücksfee von Cornelia Funke.

Die erfolgreiche Glücksfee und Trainerin für verlorenes Glück Pistazie hat einen besonders schweren Fall  von ständig schlechter Laune zu heilen. Lukas Besenbein schlief als das Glück in Form der Fee kam, aber er sehr wach und munter als sie wieder weiterflog, um andere Kinder daran zu erinnern, glücklich und dankbar in ihrem Leben zu sein. Wofür? Für eine leckere Tasse warmen Kakao zum Beispiel. Und als ihm die Glücksfee für eine Woche die Farben wegnahm, war er so glücklich wie noch nie in seinem jungen Leben, nachdem die Farben endlich wieder da waren.

Bringen wir es auf den Punkt.... das Glück "...ist dick und frech und warm und weich und rot und blau und ferleicht!" (S.26) Wenn das mal der gute alte Seneca gewusst hätte... seine "DE VITA BEATA" wäre richtig kurz ausgefallen.

Für Kinder unbedingt zu lesen... besonders bei akutem Fall von gelangweiltem Unglück..nicht zuletzt auch wegen der großartigen Bilder von Sybille Hein, die nicht umsonst mittlerweile Kultstatus hat.

Die Glücksfee
von Cornelia Funke, illust. von Sybille Hein
Fischer KJB
2006
ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-596-85210-9



1 Kommentar:

  1. Wirklich ein wichtiger Ansatz für Kinderbücher - na ja, und für Eltern kann die Betrachtung von Glück in den kleinen Dingen ja auch nicht schaden. Her mit dem dicken Glück... LG mila

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